01.11.15

what do i want to change


Hey ihr Lieben, ich habe den Entschluss gefasst wieder glücklich werden zu wollen. So wie ich in den letzten Monaten gelebt habe war ich nicht gerade glücklich, und deshalb ist es Zeit das zu ändern was mich unglücklich macht und aufzuhören meine Zeit zu verschwenden.

Dieses Bild entstand im Sommer als ich eine Reise nach Südfrankreich mit meinem Vater und meiner Schwester und einem ausgeliehenen Wohnwagen gemacht habe, richtig glücklich war ich da allerdings nicht.


1. - Social Media - #letsbegamechangers: Die Augen dazu geöffnet hat mir Essena Oneill, ich werde praktisch von Social Media Plattformen aufgegessen. Was bringt es mir mir den den ganzen Tag auf Instagram Bilder anzuschauen von schönen Plätzen wo ich nicht bin, schönen Dingen die ich nicht habe, oder schönen Menschen die nicht so sind wie ich. Es ist alles so falsch. Ich nehme mir so viele Sachen vor und am Ende mache ich das meiste doch nicht. Wie soll ich von einer Essstörung wegkommen wenn ich die ganze Zeit sehe wie viel weniger (oder vielleicht mehr? ist das nicht egal?) andere Leute essen. Was bringt es mir mich mit anderen Leuten zu vergleichen? Warum lese ich auf Ask.fm Antworten von anderen Leuten, was suche ich in diesen Antworten? Ich möchte etwas eigenes erschaffen. Ich möchte mich nicht länger durch Social Media definieren. Ich möchte meine Zeit nicht damit verschwenden Youtube Videos von Leuten zu schauen die mir schlechte Laune machen weil ich mich mit ihnen vergleiche. Ich möchte kreativ sein und mich mit Dingen beschäftigen die mich wirklich inspirieren. Ich bin so viel mehr als das was ich nicht habe. Ich brauche kein Social Media Seiten um etwas zu sein und um zu leben. Ich habe gestern alle meine Social Media Seiten für vorerst eine Woche gelöscht, und glaubt mir es fühlt sich so gut an. Falls ihr auch etwas ändern möchtet schaut auf Essenas Seite letsbegamechangers.com vorbei. Ihr werdet es nicht bereuen!

2. - Ehrlichkeit: Ich bin unehrlich. Ich lüge meine Eltern an, ich habe Ärzte belogen, ich übertreibe Dinge vor meinen Freunden, ich schiebe Dinge die ich getan habe auf meine Schwester, ich erzähle Geheimnisse die man mir anvertraut weiter, ich lästere, ich rede schlecht über andere die ich gar nicht richtig kenne. Es ist eine furchtbare Angewohnheit zu meiner eigenen Unterhaltung und Belustigung, die mir nichts bringt und mich eigentlich nur noch unglücklicher macht. Vor einem Jahr habe ich das nicht gemacht und es hat sich verdammt gut angefühlt. Ich setze mir zum Ziel nichts schlechtes mehr über andere Personen zu sagen, sie nicht zu verurteilen, und negative Meinungen ganz einfach für mich zu behalten. Außerdem möchte ich komplett echt sein, ich möchte ehrlich sein. Bevor ich etwas sage werde ich von nun an überlegen ob es wirklich zu hundert Prozent der Wahrheit entspricht. Ich möchte, dass mir jeder etwas anvertrauen kann. Es klingt vielleicht hart, sodass man wenn man sich das hier durchliest denkt dass ich es eh nicht schaffen kann, aber das werde ich, und wenn ich es mal nicht schaffe, werde ich trotzdem weiter machen. Ich möchte, dass meine Ehrlichkeit eine meiner liebsten Eigenschaften an mir ist.

3. - Zahlen: Ich definiere mich täglich durch Zahlen. Ich definiere mich durch die Anzahl der Likes auf meinem neuen Instagramfoto, meine Follower, der Anzahl der Leute die ich abonniert habe, meinem Gewicht, mein momentanes Geld, meinen Noten, bis vor kurzem den Kalorien die ich heute gegessen oder verbrannt habe. Das möchte ich nicht mehr. Ich bin so viel mehr als eine Zahl. Dadurch dass ich keine Kalorien mehr zähle habe ich schonmal einen großen Schritt erreicht, dazu kommt, dass ich mich nun erst einmal von allem getrennt habe was mit Social Media, und so auch mit Followerzahlen oder ähnlichem zutun hat. Fehlt nur noch, dass ich mich nicht mehr wiege. Ich habe mich bestimmt seit zwei Wochen nicht mehr gewogen, was für mich eine ziemlich lange Zeit ist, aber auch das fühlt sich gut an. Egal welche Zahl auf der Waage steht, am Ende fühle ich mich doch immer schlecht, ist es weniger bekomme ich Panik, ist es mehr bekomme ich Panik, und ist es gleich viel finde ich auch irgendwas was daran falsch ist, warum soll ich mich also wiegen? Eben, ich werde es bleiben lassen. Außerdem kommt dazu noch der Punkt dass ich Glücklich sein möchte mit dem was ich habe. Glück hat nichts damit zutun wie viel ich habe, das weiß ich jetzt. Ich möchte auch glücklich sein ohne mir neue Klamotten gekauft zu haben, oder ohne gerade viel Geld in meinem Sparschwein zu haben, ich möchte zufrieden sein mit dem was ich habe.

4. - Dinge ausblenden: In meinem Leben gibt es viele Dinge die mich traurig machen, an denen ich nicht viel ändern kann. Ein Punkt ist, dass ich ein sehr schlechtes Verhältnis zu meinen Eltern habe, und wir uns alle als gesamte Familie nicht gut verstehen. Wir schreien oft und auch ich habe meinen Teil dazu beizutragen. Oft lasse ich meine schlechte Laune an meiner Familie aus, oder ich bin provokant. Ich kann nicht viel an diesen Dingen ändern, aber ich kann versuchen sie so gut es geht auszublenden, und nicht selber noch meinen Teil dazu beizutragen dass alles noch schlimmer wird, sondern ehrlich und direkt bin, und meine schlechte Laune anderweitig rauslasse.

5. - Selbstliebe: Seit ich vor einem Jahr gelernt habe mich selber zu lieben, hat sich daran glücklicherweise nie all zu viel geändert, jedoch hat es natürlich mit meiner Krankheit nachgelassen. Ich mecker oft vor anderen Leuten darüber was ich an mir alles nicht leiden kann, obwohl ich das eigentlich gar nicht so meine. Mein Ziel ist es, dass ich, genauso wie ich nicht schlecht über andere reden möchte, auch nicht schlecht über mich reden möchte. Ich möchte alles an mir akzeptieren und mich nicht mit anderen vergleichen, ich möchte keine andere Person als Vorbild haben, ich bin mein eigenes Vorbild, ich werde der ich bin oder der ich sein möchte. Ich möchte mich geschminkt und ungeschminkt perfekt finden und mich gut um meinen Körper kümmern und ihn pflegen. Ich möchte Sport machen um gesund zu bleiben, Balance finden, und lernen auf meinen Körper zu hören und ihn nicht zu etwas zwingen.

6. - Selbstbewusstsein: Die Meinungen von anderen Menschen waren mir vor einem Jahr extrem wichtig, und wenn jemand etwas schlechtes über mich gesagt hat, ist es mir monatelang im Kopf geblieben und es hat mich fertig gemacht, wobei ich, wenn jemand etwas nettes zu mir gesagt hat immer dachte dass diese Person das aus Mitleid zu mir sagt. Ich möchte, dass mir die Meinungen von anderen Personen über mich und über das was ich tue egal sein können und ich einfach mein Ding durchziehen kann ohne Angst haben zu müssen ob andere Menschen mich dann für peinlich, hässlich oder dumm halten. In der siebten Klasse wurden mir oft so ähnliche Sachen gesagt, und wenn ich ehrlich bin hat das ziemlich an meinem Selbstwertgefühl gekratzt, sodass ich oft Angst hatte irgendwo ohne meine Freunde hinzugehen, man könnte fast sagen, dass es eine Art Sozialphobie war, die sich aber zum Glück wieder gelegt hat. Dennoch ist mir die Meinung von anderen Personen immer noch wichtiger als mir lieb ist und ich bin bereit das zu ändern!

im Sommer in Dänemark zusammen mit meiner Schwester


Letzte Woche als ich einen Tagesausflug mit meinem Vater an die Ostsee gemacht habe

1 Kommentar:

  1. Das ist eine sehr schöne Zusammenfassung und ich hoffe, du kannst daran festhalten. :) Viiieeeel Kraft für alles, du schaffst das. Du bist doch so eine Hübsche! ♥
    liebst Elisabeth-Amalie

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